40.000 kg
Müll aus Flüssen entfernt
5
Teammitglieder
5×
pro Woche im Einsatz
Das Projekt
Wo Armut und Plastikflut sich treffen, braucht es beides: Meeresschutz und Einkommen
In vielen armen Regionen gibt es keine funktionierende Müllentsorgung. Abfälle landen in der Natur, werden in Flüssen entsorgt oder auf offener Straße verbrannt. Gleichzeitig fehlen Menschen sichere Einkommensmöglichkeiten.
Social Cleanup Kenia setzt genau dort an: Menschen, die zuvor in extremer Armut gelebt haben, erhalten durch das Sammeln von Müll und Wertstoffen ein regelmäßiges Einkommen. So entsteht eine Lösung, von der sowohl die Menschen als auch die Umwelt profitieren.
- Direkter Meeresschutz: Wir verhindern, dass Plastik und andere Abfälle über Flüsse in die Ozeane gelangen.
- Faire Einkommensmöglichkeiten: Menschen erhalten für ihre wichtige Arbeit ein regelmäßiges Einkommen und die Chance auf ein Leben in Würde und Sicherheit.
- Messbare Wirkung: Seit 2020 hat unser Team in Kenia rund 40.000 Kilogramm Wertstoffe und Zivilisationsmüll aus Flüssen entfernt.
- Langfristige Perspektiven: Ein regelmäßiges faires Einkommen ermöglicht unseren Teammitgliedern, ihre Familien zu versorgen, ihre Kinder zur Schule zu schicken und in ihre eigene Zukunft zu investieren.
Cleanups
Schutz der Meere in den Bergen
In Limuru betreiben wir Meeresschutz weit weg vom Meer. Limuru liegt im kenianischen Hochland, und die meisten Menschen, die hier leben, haben das Meer noch nie gesehen. Anders ist das für eine Plastikflasche, die hier in den Bergen im Wassergraben der Siedlungen entsorgt wird: Sie tritt sofort ihre Reise zum Ozean an. Manche Flaschen brauchen nur ein paar Jahre, bei anderen dauert es Jahrzehnte, bis sie als Mikroplastik im Ozean landen. Deshalb sammelt unser Sana Mare Team den Müll direkt an der Quelle.
In Engstellen und dicht bewachsenen Uferzonen sammelt sich Plastik in großen Mengen und lässt sich dort besonders effizient entfernen. 100 kg Plastik, die wir im Hinterland aus einem Fluss sammeln, müssen später nicht aufwendig aus dem Meer geborgen werden. Das Sana Mare Team in Kenia arbeitet fernab vom Ozean – für dessen Schutz ist diese Arbeit aber ebenso wichtig wie unsere Unterwasser-Cleanups in Sri Lanka oder die Strand-Cleanups in Indien.
Armutsreduzierung
Gemeinsam für den Meeresschutz
An fünf Tagen pro Woche sammelt unser fünfköpfiges Team Müll und Wertstoffe aus den umliegenden Flüssen. Damit verhindert es, dass die Abfälle durch das Flusssystem weitertransportiert werden und schließlich in den Ozean gelangen.
Der gesammelte Müll wird zunächst in der Nähe des Flusses gelagert und getrocknet. Einmal im Monat wird er mit einem LKW zu einer Deponie nach Nairobi gebracht. PET-Flaschen und andere verwertbare Materialien werden separat gesammelt und anschließend an Recyclingunternehmen verkauft.
Für diese wichtige Arbeit zahlen wir unseren Teammitgliedern ein faires Gehalt von rund 250 Euro im Monat. Das regelmäßige Einkommen schafft mehr als finanzielle Sicherheit: Es ermöglicht ihnen und ihren Familien, extreme Armut zu überwinden und in ein sicheres Zuhause mit Wasser und Strom zu ziehen.
Sie können für eine ausgewogene Ernährung sorgen und ihren Kindern den Schulbesuch ermöglichen. Einige ehemalige Teammitglieder haben ihr Einkommen zudem in Ausbildungen oder eigene Unternehmen investiert und sich damit langfristig eine unabhängige Zukunft aufgebaut.
Mehr über unsere ErfolgeWarum wir auf Spenden angewiesen sind
Unsere Waste Picker schützen Flüsse und Ökosysteme und verhindern, dass Plastik in den Ozean gelangt. Gleichzeitig ermöglichen wir ihnen durch faire Bezahlung ein sicheres Einkommen.
Der geringe Marktwert der gesammelten Wertstoffe reicht jedoch nicht aus, um diese Arbeit zu finanzieren. Deshalb ist unser Social-Cleanup-Programm auf Spenden angewiesen.
Mit jeder Spende ermöglichen wir faire Einkommen, schützen die Umwelt und verhindern, dass Plastik weiter in Richtung Ozean gelangt.
So verbinden unsere Social Cleanups Umweltschutz mit Armutsbekämpfung – und schaffen konkrete Perspektiven für Mensch und Natur.